Biennale 2017

Zum vierten Mal wird 2017 die „Biennale“ aus Worpswede heraus veranstaltet. Diesmal ist der Ort des Geschehens, Kiew, 1.380 km von Worpswede entfernt aber im Geiste miteinander verbunden.

Worpswede ist mit nunmehr über 125 Jahren eine der ältesten Künstlerdörfer Europas. Ende des 19. Jahrhundert pilgerten Maler, Künstler und Literaten in das kleine Dorf an der Hamme Bauernkaten standen auf moorigem Grund und mit Holzkähnen wurde der gestochene Torf über die Flüsse in die große Nachbarstadt nach Bremen befördert, um dort verkauft zu werden. Worpswede – ein Paradies für bildende Künstler, wie Paula Modersohn-Becker, Overbeck, Vogler und Literaten wie Rainer-Maria Rilke und andere. Dies war der Beginn der Freiluftmalerei und Emanzipation der Künstler, die selbstbewusst um ihre künstlerische Akzeptanz kämpften.

2012 – über 100 Jahre später – wurde eine Idee geboren, die sich bis heute im Jahr 2017 kontinuierlich in Worpswede weiterentwickelt hat. „Die Kunst- und Filmbiennale“ wurde aus der Taufe gehoben, die Malerei, Literatur, Musik und Film miteinander verband.

In Kiew werden in diesem Jahr im Taras Shevchenko National Museum und in der Dukat-Galerie die jüngsten Arbeiten Worpsweder, Bremer und ukrainischer Künstler in zwei gemeinsamen Ausstellungen präsentiert. Die 4tägige Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Trading Illusions“ ist darauf ausgerichtet, den ukrainisch-deutschen Kulturaustausch zu fördern und die Zivilgesellschaften beider Länder miteinander in Dialog zu bringen.

Künstler um und aus Worpswede werden in Kiew anwesend sein, um ihre Werke persönlich vorzustellen. Die Exponate werden über den Event-Zeitraum hinaus bis Mitte Oktober weiter in den Museen und Galerien der Stadt gezeigt. – Ziel der Biennale ist es, Ost- und Westeuropa durch Kunst und Kultur einander näher zu bringen.

Foto: Depositphoto/WFI

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