Am zweiten Tag der Biennale fand die Eröffnung in der von Künstlern geführten Galerie ART99 statt.

Verteilt auf drei Ausstellungsorte können Besucher die Ausstellung „Mensch – Kosmos! Eine Sehnsucht nach der weiten Welt. Zeitgenössische Kunst aus Russland, Niedersachsen und Bremen“

besuchen. Die eigens kuratierte Schau setzt unter dem Biennale-Motto „Kultur schafft Vertrauen“ die Arbeiten von 16 russischen und norddeutschen Künstlerinnen aus Malerei, Fotografie, Installation, Videoarbeiten und Skulpturen miteinander in Beziehung.

„Die Ausstellung will die Menschen beider Länder in ihren Lebensräumen, ihren Träumen und Sehnsüchten betrachten und den Besuchern der Biennale einen anderen Blick abseits von Klischees ermöglichen“, so die Kuratorin Eleonora Frolov.

Vom Gelingen dieses Unterfangens wollte sich das zahlreich erschienene Publikum an diesem Abend überzeugen. Im Anschluß an den Museumsrundgang begaben sich die Besucher in den benachbarten Kinosaal des „Kunstcentrum Alte Molkerei“ zur Vorführung des Films „Der die Zeichen liest“. In dem preisgekrönten Spielfilm stellt ein Jugendlicher die Regeln seiner Schule auf den Kopf, indem er Lehrer und Schüler mit seinem neu gewonnen, religiösen Fanatismus tyrannisiert. Noch bis 0.30 Uhr lauschte das Publikum dem Bühnengespräch und den fachkundigen Ausführungen des Russland- und Osteuropa-Experten, Dr. Ludwig Steindorff, der eigens aus Kiel angereist war.

Und um das komplette Bild der Ausstellung zu gewinnen, galt es jetzt nur noch, sich auch den dritten und letzten Teil der Ausstellung in der „Galerie Altes Rathaus“ anzusehen. Doch dies stand nach einem ereignisreichen Tag erst für den Vormittag des Folgetages auf dem Programm.

Biennale-Eröffnung zweiter Teil, Galerie ART99, Worpswede. Foto: Wolfgang Unger/360surround.de

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