Künstler aus Polen

Auf der Kunst-und Filmbiennale werden die Künstlerkolonien Szklarska Poręba, Zakopane, Kazimierz Dolny und Bronowice neben historischen Werken auch zeitgenössische Kunstwerke bedeutender Künstler präsentieren. Stellvertretend finden Sie hier eine Auswahl von Künstlern aus der Kolonie Szklarska Poręba/Schreiberhau:


Zbigniew Frączkiewicz

FraczkiewiczZur Person: Geboren 1946 in Gramenz /Pommern, lebt und arbeitet in Schreiberhau, Riesengebirge
1965 – 1970 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste,
Warschau 1971 – Diplom in der Werkstatt von T. Łodziana,
Seit 1987 – künstlerische Beziehungen zur Galerie KUNST-TREFF in Worpswede, Deutschland
Lebte und wirkte in Liegnitz, Lüben, Schwarzau bei Lüben, Kotzenau, Bad Flinsberg, seit 1989 – in Schreiberhau

Zum Werk: Der Künstler zählt zu den profilierten Bildhauern seines Landes. Sein 1984 geschaffener und weltweit ausgestellter Zyklus „Die Eisernen Männer“ gehört zu den herausragenden bildhauerischen Arbeiten Polens in den letzten Jahrzehnten. Der Künstler schuf damit eine besonders expressive Form von Denkmal, das durch seine Dimension, seine Anzahl und das Wechselspiel mit der Umgebung beeindruckt. Andere bedeutende Werke: das Denkmal der Opfer von Lüben ´82, „Wir vom 20. Jh.“ in Greiz (1999), eine 7 Meter hohe Christusfigur in Bronze auf dem Millenniumskreuz in Bunzlau (2001) und das Objekt „Steinbruch“ vor seinem Haus in Schreiberhau. Er befasst sich zudem mit Zeichnung, Malerei, Grafik und Design, Architektur, Fotografie, Medaillengestaltung, Videofilmkunst, Performance und Happenings.

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„Die Eisernen Männer“, seit 1984, Eisen, Höhe 220 cm, Foto: Zbigniew Frączkiewicz


Teresa Kępowicz

KepowiczZur Person: Lebt und arbeitet in Krummhübel im Riesengebirge
1979-1984 – Studium an der Staatlichen Höheren Schule der Bildenden Künste in Breslau an der Fakultät für Innenarchitektur und Industriedesign, in der Werkstatt von W. Semianiszyn und Studium der Malerei im Atelier von Marian Wołczuk

Zum Werk: Kępowicz befasst sich hauptsächlich mit der Staffeleimalerei. Inspiration schöpft sie dabei aus der umliegenden Landschaft und Natur, die sie auf berührende, gestalterisch ausgefallene Weise auf die Leinwand überträgt („Naturkundliche Faszinationen“). Die Natur ist oft nur ein Vorwand für die Bewusstmachung von Gefühlen und Empfindungen, Anlaß zur metaphysischen Reflexion. Die ungewöhnliche Schönheit ihrer Werke wird durch die spezifische Lasurtechnik verstärkt, die den Bildern zusätzliche Tiefe und für ihre Arbeit charakteristische Farbeffekte verleiht.

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„Das Leben ist nur ein Traum“, 2012, Öl/Leinwand, 60 cm x 90 cm, Foto: Teresa Kępowicz


Beata Kornicka-Konecka

KoneckaZur Person: Geboren in Posen. Lebt und arbeitet in Schreiberhau im Riesengebirge
1977-1983 Studium in der Staatlichen Höheren Schule für Bildende Künste in Posen, Fakultät für Kunstmalerei, Grafik und Skulptur; Grafik- Diplom bei G. Marszałek
Seit 1994 wohnhaft in Schreiberhau, eröffnete sie hier das Zentrum für künstlerische Bildung und die Kunstgalerie KOKON

Zum Werk: Kornicka-Konecka ist bekannt als Zeichnerin von Zyklen, die von der Literatur inspiriert sind. Sie gilt als Meisterin des Bleistifts, deren Werke durch ihre kunstvolle und symbolhafte Erzählweise und Ikonographie beeindrucken. Zur künstlerischen Inspiration unternahm sie Reisen nach Deutschland, Belgien, Frankreich, England, Tschechien, in die Niederlande und die USA. Kornicka ist Veranstalterin nationaler und internationaler Events der Freilichtmalerei (Pleinair) und unterstützt verschiedene kulturelle wie musikalisch-literarische Theaterprojekte.

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„Kumulus“, 2012, Zeichnung/Papier, 70 cm x 54 cm, Foto: Janusz Konecki

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