Gastland Ukraine

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„Streitwagen der Perestroika“, GAZ / Vasily Grublyak, Oleksii Zolotariov, 2013, Installation, Metall, Goldfarbe, Federn, 175x100cm, Foto: GAZ

Film, Literatur, Bildende Kunst und der Dialog mit Künstlern aus der Ukraine und Deutschland. – All das bietet die Biennale 2016.

Unter dem Motto „Biennale Transformers“ lädt die Biennale die Ukraine ein, zeitgenössische Werke aus Film, Literatur und bildender Kunst erstmals in Worpswede vorzustellen. Im Bereich der Bildenden Kunst werden in einer eigens kuratierten Schau an mehreren Veranstaltungsorten zeitgenössische Werke aus Malerei, Bildhauerei, Installation, Foto-und Videokunst präsentiert. Einige der ausgewählten Künstler zählen zu den prägenden Künstlerpersönlichkeiten ihres Landes und werden persönlich in Worpswede erwartet.

Hervorzuheben ist hierbei Oleg Tistol, einer der bekanntesten ukrainischen Maler und Teilnehmer zahlreicher internationaler Ausstellungen. Seine Kunst gehört zur „Ukrainischen neuen Welle“, die nationale Symbole mit Mythen und Utopien kombiniert. Gleichfalls interessant ist Nikolai Matsenko als Vertreter des „Neo-Folk“, den das FORBES-Magazin 2014 unter die 25 einflußreichsten Künstler der Ukraine reihte.

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Kateryna Ray, Foto: privat

Statement der Kuratorin aus der Ukraine, Kateryna Ray:
„Unter dem Motto „Transformers“ präsentiert die Ukraine eine Retrospektive ihrer zeitgenössischen Kunst, die sich unter den Rahmenbedingungen politischer Veränderungen des Landes herausbildete, der Periode des Umbruchs von 1990 – 2016.

In den Jahren der Erlangung der Unabhängigkeit hat sich die Ukraine nicht nur einen eigenen Platz auf der Landkarte der Welt erobert, sondern sie hat auch enorme Veränderungen durchlaufen, sei es in der Politik, der Kultur und in den Köpfen der Menschen. – Grenzen verändern sich, Erinnerungen sind in einem Transformationsprozess begriffen, neue Wahrnehmungen unterschiedlicher Bedeutung bilden sich heraus. Kunst bündelt diese Bezugspunkte, sie dokumentiert und analysiert die Veränderung.
Ziel dieser Biennale ist es, aufzuzeigen, was sich in der Ukraine in den letzten dreißig Jahren ereignet hat – Die Kunst gibt Zeugnis, was mit uns geschehen ist, wie wir die Realität wahrnehmen, und welche Schlussfolgerungen wir – unabhängig von äußeren Einflüssen – daraus ziehen können“.

Kateryna Ray ist Kunstkritikerin, Kunstwissenschaftlerin und TV-Moderatorin. Sie arbeitet im Bereich der Gegenwartskunst und beschäftigt sich mit ihrer Förderung im In- und Ausland. Sie ist Autorin des TV-Projekts „Art City“ und Kuratorin vieler Kunstprojekte. Für die „Kunst- und Filmbiennale Worpswede 2016“ kuratierte sie die Auswahl zeitgenössischer Kunst aus der Ukraine.