Künstler Deutschland

Um den Diskurs mit den teilnehmenden Künstlern zu befördern, werden die Arbeiten von Künstlern aus Worpswede, Bremen und Niedersachsen in ein Spannungsfeld zu den Werken des Gastlandes, Russische Föderation, gestellt. Insgesamt werden 8 Künstler aus dem norddeutschen Raum mit ca. 40 Werken am Festival teilnehmen.

Die Teilnehmer der Biennale:

Derzeit werden die Teilnehmer der Biennale durch die Kuratorin ausgewählt. Ab dem 20. August erhalten Sie hier Überblick über diese Künstlerpersönlichkeiten.
Beispielhaft möchten wir Ihnen nachfolgend zwei Künstler aus Norddeutschland vorstellen, die ihre Teilnahme bereits zugesagt haben:

Tom Gefken

Foto: Toma Babovic.

Zur Person:
Tom Gefken, geb. 1960 in Bremen, studierte in Bremen Kunst bis zum Erhalt des Vordiploms als er sich entschloss, sich künftig ausschließlich der Ausübung der Bildenden Kunst zu widmen. Er ist Gründungsmitglied der Galerie des Westens (GaDeWe), die 1985 in Bremen als Produzentengalerie für Gegenwartskunst ins Leben gerufen wurde.
Als vielseitiger Künstler hat er sich mit Objektkästen Papier- und Fotoarbeiten, Malerei sowie Wand- und Rauminstallationen einen Namen gemacht. Tom Gefken nahm an Einzel- und Gruppenausstellungen in Europa und den USA teil und ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe.

 

Zum Werk:
Gefkens Kunst ist inspiriert von der Malerei der Renaissance und im weitesten
Sinne von der Pop Art. Als Vorlage für seine Arbeiten dienen Gefken eigene und fremde Bilder oder Fundstücke, die er in seinen Werken collagenhaft interpretiert. Seine Arbeiten, oft ironisch gebrochen, teils tragikomisch, beschreiben jenen Moment, bevor etwas geschieht oder endet. Seine Kompositionen sind reduziert auf das Wesentliche und schaffen so vielfältige Interpretationsräume.
Die Collage ist in der Malerei Gefkens ein gleichberechtigtes Stilmittel, das sich aber am Ende der malerischen Gesamtheit fügt, in dem die Form vor dem Inhalt, dem Motiv, stets die Oberhand gewinnt. Gefken gelingt es in seinen Werken immer wieder, originäre Bildgedanken mit scharfen politischen Aussagen zu verbinden.

Objektkasten, „Le Chefsessel“, 2009, Öl, Karton, Tapete, Lack, 130 x 130 cm


Ralph Kull

Foto: Petra Kaltenmorgen

Zur Person:
Kull wurde 1954 in Bremen geboren. Von 1979 bis 1983 studierte er an der Hochschule für Künste, Bremen. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Malerei, Installation und Grafik.
Seit 1983 arbeitet er als freischaffender Künstler in Hannover. Er erhielt zahlreiche Stipendien und hat verschiedene Lehrtätigkeiten inne, u.a. eine Gastprofessur an der Hochschule für Künste Bremen. Kull war Stipendiat der Barkenhoff-Stiftung, Worpswede. Seine Arbeiten befinden sich im öffentlichen Raum und er nimmt an Ausstellungen im In- und Ausland teil.

Zum Werk:
Kulls Arbeiten der letzten Jahre, insbesondere die Malerei, verdeutlichen den Gedanken der unausweichlichen Transformation einer scheinbar immer gleichen Welt. Er hinterfragt dabei die Beziehung zwischen Kunst und Kosmos, Individuum und Gesellschaft bis hin zu gesellschaftskritischen Positionen. Die Bilder von Kull sind der Romantik verbunden, bringen sie doch mit ihren Versatzstücken die Brüchigkeit der Verhältnisse zum Ausdruck. Eindeutigkeit sucht Kull zu vermeiden und schmuggelt immer wieder formale wie inhaltliche Irritationen in seine Szenerien. Mit dieser Arbeitsweise fordert er zugleich dazu auf, den offenen Werken in der eigenen Betrachtung gedanklich etwas hinzuzufügen.

„Ohne Titel (letzte Worte)“, 2015/16, Acryl auf Nessel, Holzrahmen, Kreppband, Triptychon 3, 190 x 95 cm, © Ralph Kull

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