Diskussionen zum Thema bildende Kunst

Thema: „EUROPA: Kunst – Kultur – Identität“
Wie steht es um deutsche und polnische Identitäten, wie um eine „europäische Identität“? Was bedeuten die Erfahrungen der jüngsten Konfrontationen in Europa für die Verortung eines europäischen „Wir“? Welche Rolle spielen die Identitäten bei den vielfältigen Prozessen der politischen und gesellschaftlichen Transformation und der europäischen Integration? Die Diskussionsrunde geht der Frage nach, welche Rolle Kunst dabei spielen kann. Wie verläuft die künstlerische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Verhältnissen? Für welche Visionen treten Künstler und Intellektuelle ein?

Anatol Martyniuk (Künstler/Ukraine)
Dorota Seweryn-Puchalska (Kunsthistorikerin/Polen)
Karin Borchers (Künstlerin/Deutschland)
Prof. Dr. Lechosław Lameński (Kunsthistoriker/Polen)
Andreas Pflüger (Autor, Schriftsteller/Deutschland)
Moderation: Prof. Jürgen Haase (Biennale-Direktor/Deutschland)

Thema: „Blickverzerrungen – Von Utopien und Ideologien“
Kunst entsteht im Kontext. Genauer in Kontexten: soziale, kulturelle und politische Umgebungen bedingen die Produktion und schreiben sich in die Werke ein. Unter dem Thema „Blickverzerrungen“ beleuchten Künstler aus Polen, Deutschland und der nahen Ukraine die die aktuelle Situation der Kunst in politisch turbulenten Zeiten.
Die Podiumsdiskussion widmet sich mit Blick auf die unabhängige Kunstszene in Deutschland und Polen und geht der grundsätzlichen Frage nach der Autonomie der Kunst nach: Worin bestehen die Bedingungen autonomen künstlerischen Handelns? Woran sind sie ablesbar? Welchen Spielraum und welche Ausdrucksmöglichkeiten haben künstlerische Wertvorstellungen sowohl innerhalb ideologischer als auch ökonomischer Zwänge? Künstler und Experten tauschen sich zum Thema des Abends aus.

Anatol Martyniuk (Künstler/Ukraine)
Klaus Benhof (Künstler/Deutschland)
Bartłomiej Michałowski (Künstler/Polen)
Moderation: Grzegorz R. Józefczuk (Künstlerischer Direktor des Int. Bruno-Schulz-Festivals/Polen)

Thema: „Quo vadis: Kunst – Marketing – Tourismus“
In Zeiten knapper öffentlicher Kassen wird die Vermarktung bedeutender Kulturorte – und damit das Beschreiten neuer Wege – immer wichtiger. Die Diskussionsrunde erörtert die Möglichkeiten, einen Markt für Kulturgüter und Kulturorte zu finden sowie zukunftsweisende Ideen zu entwickeln, die zur Vermittlung und Vermarktung beitragen. Staatliche Förderung, privates Sponsoring, Internet, Facebook, Twitter-oder braucht es ganz einfach nur originelle Ideen, um sich für die Zukunft zu rüsten?
Zufriedene Besucher sind eine der sichersten Einnahmequellen eines jeden Kulturortes. Doch wie gewinnt man dauerhaft Besucher und erschließt zugleich neue Zielgruppen?
Künstler und Kunst-Experten aus Polen und Deutschland diskutieren neue Wege des Kulturmarketings und die Vereinbarkeit von Kunst und Marketing, von Qualität und Quote.

Angela Henkel (Kulturmanagement/Deutschland)
Willi Seidel (Gemeinde Worpswede/Deutschland)
Agnieszka Zadura (Direktorin des Weichsel-Museums/Polen)
Dorota Szczuka (Stellv. Direktorin des Kultur- und Touristikzentrums Kazimierz Dolny/Polen)
Moderation: Prof. Jürgen Haase (Biennale-Direktor/Deutschland)

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Podiumsdiskussion, Biennale 2014, Kazimierz Dolny

 

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