Kazimierz-Dolny-früherKazimierz Dolny – Unicestwiona idylla / Zerstörte Idylle

Regie: Wiesław Dąbrowski
Produktionsjahr: 2014
Länge: 40 Minuten
Filmpremiere in Anwesenheit des Regisseurs Wiesław Dąbrowski

„Kazimierz Dolny – Zerstörte Idylle” erzählt von diesem besonderen Städtchen, Kazimierz Dolny an der Weichsel, von seiner Geschichte und von seiner heutigen, künstlerisch- magischen Aura. „Zerstörte Idylle“ ist ein „Schrei der Geschichte“, der von der verbrecherischen Vergewaltigung des jüdischen Volkes berichtet, von seiner Kunst und seiner Zivilisation und Kultur, die im Zweiten Weltkrieg bestialisch ausgelöscht wurde.
In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen wurde Kazimierz als multinationales Städtchen berühmt, von der jüdischen Gemeinde „Schtetl“ genannt. Ein Ort, in dem sich Geschichte, Architektur, Natur und Einwohner zu einer wundersamen Melange verbanden; einer Symbiose aus Vergangenheit und Gegenwart, aus Exotik und ländlicher Tradition, in der unterschiedliche Volksgruppen in Armut, Tugendhaftigkeit und jüdischer Frömmigkeit zusammenlebten.
Das Kazimierz von heute ist ein wichtiger Punkt auf der Karte Europas, ist es doch die Heimat einer seit über 100 Jahren bestehenden Künstlerkolonie mit modernem Antlitz – der Künstlerbrüderschaft von Kazimierz. Ihr Stadtbild ist geprägt durch Galerien, Vernissagen, Maler-Pleinairs und Künstlerfestivals. Neben den Malern fühlen sich hier auch Filmemacher, Musiker und Dichter zuhause.
Der Film erzählt von der wundersamen Wiederauferstehung Kazimierzs aus den Ruinen, von seiner künstlerisch-literarischen Tradition und von der unvergänglichen, sentimentalen Anziehungskraft der Landschaft. Die filmische und dichterische Aura und die Anziehungskraft, die der Ort von jeher für die Maler besitzt, werden in Szene gesetzt. Es zeigt sich ein Kazimierz, das – neben der Kunst – aufgrund seiner besonderen Faszination bis heute Anziehungspunkt für Touristen und Wochenendausflügler ist. Kazimierz – eine Perle der Renaissance in Region Lublin.

DabrowskiWiesław Dąbrowski (Regisseur, Drehbuchautor)
Absolvent der Kulturwissenschaften der Universität in Łódź. 1971–1989 bekleidete er verschiedene Funktionen in der Polnischen Jazz-Gesellschaft. Zwischen 1973–1989 war er u.a. Mitveranstalter des internationalen Festivals Jazz Jamboree, der Jazz-Pianisten in Kalisz, der Jazz-Sänger in Lublin und Zamość und des internationalen Liedfestivals in Sopot.
1990 gründete er eine eigene Produktionsfirma und arbeitete für die Agentur „Partus“. Wiesław Dąbrowski initiiert Kultur-Events, ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent von Dokumentarfilmen und Fernsehbeiträgen zur polnischen Kultur und Geschichte. Er arbeitet u.a. mit der Kanzlei des Staatspräsidenten der Republik Polen zusammen, mit dem Ministerium für Kultur und Nationales Erbe und dem Außenministerium.
Von TV Polonia wurde er für seinen Film „Henryk Wars – Warschauer Liedermacher“ (2007) prämiert und erhielt auf dem Internationalen Filmfestival in Houston eine Auszeichnung für den Dokumentarfilm „Michał Urbaniak – ein Wahl-New-Yorker“ (2010). Am 14. März 2013 wurde er mit der Medaille “Gloria Victis” für Verdienste um die Kultur ausgezeichnet.

 

ŁUKASZOWCY N.Y.’39 / DIE KÜNSTLERBRUDERSCHAFT ST. LUKAS, N.Y. ‘39

Regie: Michał Dudziewicz
Produktionsjahr: 2005
Länge: 48 Minuten

Ein Doku-Spielfilm über die Geschichte des Malerkreises der „Künstlerbruderschaft St. Lukas“, die sich in der Zwischenkriegszeit um die Person des Künstlers und Pädagogen Tadeusz Pruszkowski von der Schule der Schönen Künste Warschau scharte. Der Film konzentriert sich auf den von den Künstlern in Kazimierz Dolny geschaffenen Zyklus von sieben historischen Bildern, die die wichtigsten Ereignisse aus der Geschichte Polens zeigen (u. a. den Abschluß der Lubliner Union und die Unterzeichnung der polnischen Verfassung vom 3. Mai). Dieser Bilderzyklus wurde 1939 in der Weltausstellung in New York präsentiert und er kehrte nach dem Krieg niemals nach Polen zurück. Heute befinden sich die Bilder in der Bibliothek des Le Moyne-Colleges in Syracuse bei New York.

Einführung zum Film – Tadeusz Michalak
Tadeusz Michalak wurde 1942 geboren und ist Absolvent der Warschauer Technischen Hochschule im Bereich Architektur (1967). Zudem absolvierte er ein Aufbaustudium in Denkmalschutz. Michalak realisierte etwa 140 größere und kleinere Architekturprojekte, darunter Innenraumentwürfe und Stadtplanungsprojekte. Er nahm an zahlreichen Ausstellungen zu Malerei und Zeichnung teil. Er ist Gründer und Chefredakteur des „Brulion Kazimierski“, einer Zeitschrift, die sich künstlerisch-gesellschaftlichen Themen widmet.

 

Zwei-Monde_Szenenfoto_2-Foto-AplusCDWA KSIĘŻYCE / ZWEI MONDE

Buch und Regie: Andrzej Barański
Produktionsjahr: 1993
Länge: 133 Minuten

Der Film „Zwei Monde“ entwirft ein nostalgisches, poetisch-malerisches Bild von Kazimierz Dolny an der Weichsel in den 1930er Jahren. Er setzt sich episodenhaft zusammen aus sieben halbwahren, halbausgedachten Geschichten aus der Feder der Schriftstellerin Maria Kuncewiczowa, deren Roman „Zwei Monde“ die literarische Basis des Films bildet.
Der Regisseur rekonstruiert mit viel Gefühl und Charme die Vorkriegsatmosphäre von Kazimierz. Der Regisseur sagt über den Film: Ich möchte die von Kuncewiczowa geschaffenen Bilder vor Vergessenheit bewahren. In der Sammlung ihrer Erzählungen habe ich das gefunden, was ich sehr schätze: den Beobachtungssinn, das auf die sprachlichen Nuancen empfindliche Gehör, außerordentliche Kenntnis des beschriebenen Milieus und hervorragend skizzierte psychologische Portraits. (Quelle: www.filmpolski.pl).

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