Freitag, 26. April 2013

Öffnung aller Museen von 10.00 bis 19.00 Uhr,
ausgenommen Barkenhoff/ Heinrich Vogeler-Museum: ab 18.00 Uhr


11.00 Uhr
Einführung zur Kolonie Schreiberhau in Polen

Einführung zur Zeitgeschichte der Künstlerkolonie Schreiberhau Polen/Preußen, Dr. Przemyslaw Wiater
Museum am Modersohn-Haus


11.00 Uhr
Reihe: Zeitgeschichte im Film: “100 Jahre Worpswede”

Dokumentarfilm, D, 1989, 45 Min., Regie: Peter Harke
Aus Anlaß des 100jährigen Jubiläums der Künstlerkolonie Worpswede präsentiert der NDR-Film eine kurze Chronik der Geschichte von Worpswede. Beginnend mit dem Gründungsjahr 1899 bis zum denkwürdigen Jahr 1989 schildert der Film das Wachsen und den Wandel des berühmten Künstlerdorfes und seiner wichtigsten Künstler.
Worpsweder Kunsthalle


11.20 Uhr
Künstlerkolonie Schreiberhau

Kurzfilm über die polnische Künsterkolonie Schreiberhau, PL
Museum am Modersohn-Haus


11.45 Uhr
Reihe: Zeitgeschichte im Film: “Worpswede und das Teufelsmoor”

Dokumentarfilm, D 1996, ARD, Regie: Britta Lübke, Länge: 45 Min.
Worpswede und das Teufelsmoor – zwei Worte, die Sehnsucht auslösen: Nach unendlicher Weite, herb-geheimnisvoller Landschaft und dem Einssein mit der Natur. “Ein grausiges Land, in dem ihr da lebt”, fand hingegen der Dichter Rainer Maria Rilke im Jahr 1900 bei einem seiner ersten Besuche in Worpswede. Doch er kam wieder, und seine Malerfreunde und Gründer der Künstlerkolonie öffneten ihm die Sinne für die Schönheiten des absolut flachen Ackerlandes und der trostlosen sumpfigen Weite des Teufelsmoores – in Bildern voller Farbrausch und Melancholie, mal märchenhaft-heiter, mal mystisch-düster.
Worpsweder Kunsthalle


12.45 Uhr
Film: Das Mädchen im Moor

Dokumentarfilm, D, 2007, 28 Min., Regie: Michael Heuer
In der Reihe „Der Fall“ griff das ZDF gesellschaftlich brisante Kriminalfälle auf. In „Das Mädchen im Moor“ geht es um das Verschwinden der 15jährigen Elke Kerl im Dezember 1969. Wenige Wochen vor ihrem 16. Geburtstag kehrte sie nach einem Tanzabend in einer Nienburger Disko nicht mehr nach Hause zurück. 31 Jahre später findet man in einem Moor in Niedersachen eine skelettierte Leiche, scheinbar die von Elke Kerl. Doch nach einer DNA-Probe, auf dessen Ergebnis Elkes Eltern ein Jahr warten mussten, stellte sich Erstaunliches heraus. Das Mädchen aus dem Moor kann nicht Elke Kerl sein, die Überreste der Leiche sind um die 2700 Jahre alt!
Worpsweder Kunsthalle


13.00 Uhr
Reihe: Vorsicht Kunst: Das geheime Leben der Meisterwerke
„Der Kuss“, von Gustav Klimt

GB, 2010, 45 Min.
Dieses Porträt aus der Reihe der preisgekrönten BBC-Dokumentationsreihe widmet sich dem Meisterwerk „Der Kuss“ von Gustav Klimt. Die fesselnde BBC-Dokumentation zeigt überraschende Einblicke in die Entstehung und Geschichte des nahezu berühmtesten Kunstwerks des Jugendstils. Klimts in Gold getauchtes Gemälde „Der Kuss“ ist die auf der ganzen Welt verständliche Darstellung innigster Vereinigung zwischen Mann und Frau, seine Zeichnungen nackter Frauen sind zum Inbegriff grenzenloser Erotik geworden. Das Gemälde erzählt von jener Macht, die alles zusammenhält: Liebe. – Klimt war unbestrittene der größte Star des Jugendstils, seine Berühmtheit ist bis heute ungebrochen. Der Film erzählt die packende Geschichte hinter der Erschaffung dieses Meisterwerkes.
Museum am Modersohn-Haus


13.45 Uhr
Augenmerk: Künstlergespräche

Künstler und Experten tauschen sich zum Thema des Filmes aus
Museum am Modersohn-Haus


15.00 Uhr
Einführung zur zeitgenössischen Kunst in Polen

Galerie Altes Rathaus


15.20 Uhr
Galerierundgang „Zeitgenössisches Polen“

Rundgang durch die Ausstellung “Zeitgenössische Kunst aus Polen”, mit Künstlergespräch
Augenmerk: Künstlergespräch und Ausstellungsrundgang, Schaffen aus vier bedeutenden polnischen Künstlerkolonien im Überblick
Galerie Altes Rathaus


15.30 Uhr
Einführung zu Otto Modersohn

Thematische Einführung zu einem der Gründerväter Worpswedes: Otto Modersohn
Antje Modersohn, Leiterin des Modersohn-Museum, Fischerhude
Worpsweder Kunsthalle


16.00 Uhr
Aus der Reihe „Projektor & Pinsel“

„So weit und groß – Die Natur des Otto Modersohn“,
Dokumentarfilm, D, 2011, 81 Min., Regie: Carlo Modersohn, Mit: Hanns Zischler und Robert Levin

„Was für eine Wohltat: Ein Dokumentarfilm, der sich ganz auf sein Sujet, die 78 Jahre umfassende Lebensgeschichte des Landschaftsmalers Otto Modersohn, konzentriert und auf den üblichen Köpfe-Reigen aus Experten, Sammlern und Familiennachkommen verzichtet. […] dafür glänzt die Inszenierung durch eine großzügige Verwendung historischen Archivmaterials. […] Für ein Familienprojekt erstaunlich sachlich und fern jeder subjektiv-hymnischen Verherrlichung, nähert er sich seinem Vorfahren als Teil einer innovativen Bewegung.“ FILM-Dienst.
„So weit und groß“ ist ein gelungenes Kaleidoskop des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts und darüber hinaus eine sorgfältig angelegte Spurensuche eines Mannes, dessen aufrichtige Liebe zur Kunst – und zu den wichtigen Menschen, die ihn umgaben – wie mit einem Fächer ausgebreitet wird. Radiobremen“
Worpsweder Kunsthalle


16.30 Uhr
Einführung zur Einzelausstellung ausgewählter polnischer Künstler, zeitgenössisch.

In Anwesenheit der Künstler aus Polen
Galerie Art99


16.50 Uhr
Einzelausstellung Polen

Ausgewählte polnische Künstler präsentieren ihr Schaffen. Zeitgenössisch.
Augenmerk: Künstlergespräch und Ausstellungsrundgang, Schaffen ausgewählter polnischer Künstler aus den Partner-Kolonien im Nachbarland Polen
Galerie Art99


17.30 Uhr
Einführung zur zeitgenössischen Kunst in Polen

Theater Alte Molkerei


17.45 Uhr
Film: Zeitgenössische Kunst in Polen

Dokumentarfilm über die aktuelle Kunstszene in Polen
Theater Alte Molkerei


18.00 Uhr
Reihe: Zeitgeschichte im Film: “100 Jahre Worpswede” (WH)

Dokumentation, D 1989, Länge: 45 Min., Regie: Peter Harke
Der Dokumentarfilm unternimmt einen Streifzug durch Geschichte und Kultur von Worpswede und der berühmten Generation der künstlerischen Gründerväter wie Otto Modersohn, Fritz Mackensen und Heinrich Vogeler
Barkenhoff/Heinrich Vogeler-Museum


18.30 Uhr
Einführung Zeitgeschichte: Recht und Ordnung

Thematische Einführung zur Zeitgeschichte Deutschlands um die Jahrhundertwende vom 19. auf das 20.Jahrhundert
Theater Alte Molkerei


19.00 Uhr
Lesung: “Rose Bernd”
Aus dem Bühnenstück von Gerhart Hauptmann

Die Uraufführung des Schauspiels „Rose Bernd“ von Gerhart Hauptmann fand am 31. Oktober 1903 im Deutschen Theater in Berlin statt. In Wien wurde das Stück auf Forderung des Kaisers nach einigen Aufführungen abgesetzt. Zum Inhalt: Kurz vor ihrer Zwangsvermählung mit dem biederen Buchbinder August Keil läßt die Bauernmagd Rose Bernd sich auf ein amouröses Abenteuer mit dem verheirateten Christoph Flamm ein und wird von ihm schwanger. Aus Furcht vor dem Zorn ihres Vaters und der sozialen Ächtung leistet sie einen Meineid. Dennoch: Die Ehre der Frau ist verloren. – „Gerhart Hauptmanns Werk ist noch nach mehr als hundert Jahren auf den Theatern lebendig geblieben, und seine Figuren sind so lebendig wie ehedem. Es sind Überlebenskämpfer in einer sich überschlagenden Zeit, Menschen, die ihre Ängste und Hoffnungen, ihre Überforderung, ihre unerfüllten Träume mit sich herumschleppen, die laut die Schuld am eigenen Missglücken dem Andern aufbürden, die lieber austeilen als einstecken – Menschen der modernen Zeit eben!“ (Quelle: Felix Bloch-Erben)
Es liest der Schauspieler Ben Hecker.
Ben Hecker lebt in Lübeck und ist am dortigen Theater ‘ständiger Gast’. Seit einigen Jahren ist der Schauspieler in den erfolgreichen Freilicht-Inszenierungen rund um den Piraten Störtebeker auf der Insel Rügen zu sehen. Er zählt zu den bekannten Hörspiel-und Synchronstimmen Deutschlands. Zum 25-jährigen Jubiläum der Hörspielreihe ‘Die drei Fragezeichen’ trat er als einer der Sprecher vor 12.000 Menschen in der AOL-Arena auf.
Theater Alte Molkerei

highlight2a
19.00 Uhr
Highlight-Programm: „Rilke Projekt live“

Bühnen-Show aus Live-Musik, Poesie und audiovisueller Begleitung, Rezitation mit bekannten Schauspielern
Highlight-Event: Die Rezitation bekannter Gedichte von Rainer Maria Rilke verschmilzt mit einem neu komponierten Klangteppich und sphärischer Hintergrund-Projektion zu einer beeindruckenden Bühnen-Show.
Rainer Maria Rilke war einer der großen Lyriker der Zeitenwende vom 19. zum 20. Jahrhundert, gern und oft weilte er in Worpswede. Seine Sprache und seine Themen sind keineswegs überholt, sondern heute wieder und immer noch hochaktuell. In ihren musikalischen „Rilke Projekt live“ verbindet das Komponisten-Duo Schönherz & Fleer auf besonders einfühlsame Weise Schauspieler, Musiker und Instrumentalisten, die ganz im Zeichen der einmaligen Poesie Rilkes neue musikalische Welten erschaffen. – Mal poetisch und intim, mal aufrührerisch und frech, mal sehnsuchtsvoll und schwärmend wird so die Poesie von Rainer Maria Rilke rezitiert und gesungen. Und obwohl Rilke bereits 1926 verstarb, ist man einmal mehr erstaunt über seine zeitlosen Themen – und über die inspirierende Musikalität seiner Texte. “Pop und Poesie treffen in Perfektion aufeinander.” (Welt am Sonntag)
Music Hall

httpv://www.youtube.com/watch?v=oIa5PrWvyNk


19.00 Uhr
Reihe: Zeitgeschichte im Film: Majestät brauchen Sonne

Dok.-film, D, 1999, 101 Min., Regie: Peter Schamoni
In der Reihe „Zeitgeschichte im Film“ präsentiert der beeindruckende Film den deutschen Kaiser als Mann, der es verstand, das soeben erst erfunden Medium Film für sich zu nutzen. Wilhelm II, letzter deutscher Kaiser, gilt als die meist fotografierte und meist gefilmte Persönlichkeit ihrer Zeit. Der imagebewusste Regent wusste sich trotz seiner leichten Behinderung auf seinen unzähligen Reisen stets bestens ins Bild zu setzen, nicht umsonst ist der Begriff „Kaiserwetter“ untrennbar mit ihm verbunden. Peter Schamoni hat in aufwändiger, akribischer Recherche ein Porträt des Mannes geschaffen, der durch seine inszenierte Selbstdarstellung als erster Medienstar des 20. Jahrhunderts in die Geschichte einging.
Barkenhoff/Heinrich Vogeler-Museum

highlight2a
19.20 Uhr
Highlight-Programm: Film-Musik-Event: „Rose Bernd“

Stummfilm mit Live-Pianobegleitung, D 1919, 69 Min, Regie: Alfred Halm, Darsteller: Henny Porten als Rose Bernd, Emil Jannings, Werner Krauß u.a.
Literaturverfilmung aus dem Jahre 1919, nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Gerhart Hauptmann. „Dieser Film ist ein Markstein in der Geschichte des deutschen Films“, schrieb nach der Premiere der damals berühmteste Filmkritiker Alfred Kerr. Stummfilmstar Henny Porten ist „Rose Bernd“. Zunächst ging ein Sturm der Entrüstung durch die Presse, dass sich jemand erdreisten wollte, aus anerkannter Literatur einen Stummfilm zu machen und von einem „Verbrechen an der Dichtung“ war die Rede. Die Porten überzeugte aber zunächst die Ufa-Verantwortlichen, Hauptmann und alle Kritiker durch die Darstellung der seelischen Verlassenheit der Titelfigur. (Quelle: www.kmrz.de) Der Ausgangspunkt für das Schauspiel Rose Bernd war ein Prozess im Frühjahr 1903, zu dem Hauptmann selbst als Geschworener berufen wurde. Eine 25-jährige Kellnerin und Landarbeiterin war wegen Kindesmord und Meineid angeklagt. Hauptmann stimmte für Freispruch, das Mädchen wurde aber in zweiter Instanz verurteilt. Schon während des Prozesses begann Hauptmann an dem Stück zu arbeiten, das am 31. Oktober desselben Jahres aufgeführt wurde. In dem Stück prangert Hauptmann eine Gesellschaft an, die ihre überkommenen Normen für wichtiger hält, als die Gefühle und das Leid eines Einzelnen.

Komposition und Begleitung: Stephan Graf von Bothmer
Von Bothmer gehört zu den renommiertesten Stummfilmmusikern Deutschlands. Er vertonte bisher über 500 Stummfilme vor über 50.000 Gästen. Bothmers Interpretationen, die auf einer klassischen Ausbildung an der Universität der Künste Berlin gründen, zeichnen sich durch pianistisches Können und Einfühlung, kompositorischen Wagemut sowie durch die souveräne Zusammenführung klassischer und moderner Traditionen aus. Mit seiner besonderen Symbiose aus Bild und Musik versteht er es, aus einer Filmvorführung ein existenziell berührendes Erlebnis zu machen.

Presseartikel zum Film von 1919
zum Stummfilmstar Henny Porten
Theater Alte Molkerei

highlight2a
20.30 Uhr
Highlight-Programm: „Hommage Armin Mueller-Stahl“

Kurz-Film über sein Schaffen und Moderation
Music Hall

highlight2a
20.45 Uhr
Highlight-Programm: Spielfilm im Rahmen der „Hommage Armin Mueller-Stahl”

Spielfilm mit Animationsteilen, BE, 1994, 76 Min., deutsche Fassung, FSK ab 6 Jahren, Re: Raoul Servais, Darsteller: Armin Mueller-Stahl, Elliott Spiers
Taxandria ist ein surrealistisches Fantasy-Abenteuer in der Tradition von Alfred Kubin und Max Ernst. Nach dem Buch von Alain Robbe-Grillet und mit bis dato noch nie gesehenen Spezial-Effekten entstand eine Kinophantasie voller Poesie. „Taxandria“ ist ein Traumland, in dem die Zeit in ewiger Gegenwart stillsteht, in dem es keine Neugierde, keine Liebe, keinen Fortschritt gibt. Armin Müller-Stahl ist der Leuchturmwärter, der die Verbindung zwischen der hiesigen und dortigen Welt hält: dem jungen Prinzen zeigt er so die dunklen Seiten seiner eigenen Traumwelt und Seele. Das Besondere an diesem Film ist die einzigartige Kombination aus teils gezeichneten und teils animierten Bildern, die mit Realfilmszenen kombiniert sind. „Taxandria“ eröffnet mit diesem Film in Europa die Epoche der digitalen Bildverarbeitung, und das jenseits von Action, Mord und Totschlag. Komplizierteste Spezial-Effekte ermöglichen dem Regisseur und Cannes-Preisträger Rauol Servais, seinen Traum einer völlig neuartigen, surrealistischen Bilderwelt mit einzigartigen, expressionistischen Stilelementen zu verwirklichen.
Music Hall


[print-me]

PageLines