Samstag, 27. April 2013

Öffnung aller Museen von 10.00 bis 19.00 Uhr,
ausgenommen Barkenhoff/Heinrich Vogeler-Museum: ab 18.00 Uhr


11.00 Uhr
Drei bedeutende polnische Künstlerkolonien stellen sich vor

Vorträge und Kurzfilme über drei polnische Künstlerkolonien von internationaler Bekanntheit. Profilierte Kunsthistoriker und Experten aus Polen stellen Geschichte und Kunstgeschichte dieser besonderen Orte vor: Zakopane in der Hohen Tatra, Kazimierz Dolny an der Weichsel und Bronowice bei Krakau.
Vortrag zur Künstlerkolonie Zakopane: Bożena Danielska, Leiterin des Carl-und Gerhart Hauptmann-Haus (Museum in Schreiberhau, Filiale des Riesengebirgsmuseums in Jelenia Gora/Hirschberg), Vortrag zur Künstlerkolonie Kazimierz Dolny: Dr. Waldemar Odorowski, Abteilungsleiter des Museums an der Weichsel, Kazimierz Dolny, Vortrag zur Künstlerkolonie Bronowice, bei Krakau: Dr. Agata Rome-Dzida, Kunsthistorikerin und Leiterin der Kunststiftung „Stiftung Forum Stonsdorf“ in Stonsdorf im Riesengebirge.
Theater Alte Molkerei


14.00 Uhr
Kurzfilm zum Thema „Moderne Kunst aus Polen“

Worpsweder Kunsthalle


14.30 Uhr
Augenmerk-Gespräch: „Kunst – Marketing – Tourismus“

Künstler und Kunst-Experten diskutieren neue Wege des Kulturmarketings und die Vereinbarkeit von Kunst und Vermarktung besonderer Kulturorte.
Worpsweder Kunsthalle


15.00 Uhr
Film: „Preußische Kultur – Pruska kultura“

Stummfilm, 1908, Regie: Moses Towbin, 8 Min.
Dieser Film wurde – komplett erhalten – erst vor wenigen Jahren im Filmarchiv in Bois d‘Arcy/Frankreich gefunden. Dies kam einer filmhistorischen Sensation gleich, da nur sehr wenige komplette Filme aus dieser Zeit existieren. Der französische Titel hierfür lautete: „Les martyrs de la Pologne.” Es handelt sich dabei um den ältesten Stummfilm polnischen Ursprungs. Nachdem die Kopie restauriert und ein neuer Soundtrack des renommierten polnischen Komponisten Krzesimir Dębski hinzugefügt wurde, stand der glanzvollen Wiederaufführung im Januar 2009 nichts mehr im Wege. „Der Film erzählt den Kampf der Polen gegen die Teilung durch Preußen anhand eines kindlichen Streiches in einer Schule. Dies war ein Unterrichtsboykott polnisch-sprachiger Schüler, der in der östlich von Posen gelegenen Stadt Wreschen stattgefand. In diesem Streich dokumentiert sich die Liebe zur polnischen Heimat und Sprache und der Widerwille gegen die Germanisierung, die besonders in den Schulen verordnet war. Die Eltern des Kindes werden aufgesucht und in Folge des Streiches, der als politisch betrachtet wird, mit Sanktionen belegt. Sie müssen Haus und Hof verlassen und werden für den Widerstandsgeist ihres Zöglings bestraft. Hintergrund dieses Filmes war der Schulstreik in Wrzesnia (deutsch: Wreschen) 1901. Das darauffolgende Gerichtsverfahren löste europaweite Kritik aus. Der Film „Pruska kultura“ wurde 1907/08 vom Warschauer Studio „Siła“ hergestellt. Der Regisseur hoffte, mit dem Kunstgriff, den Film in jenem Teil zu drehen, der zu Preußen gehörte, die russische Zensur passieren. Doch nach seiner Uraufführung in Warschau im Frühling 1908 verbot die Zensur den Film. Daher entschloss sich der Regisseur Moses Towbin den Film in Italien und Frankreich zu zeigen, wo er ein interessiertes Publikum vorfand. Vor diesem Hintergrund wurde eine Filmkopie in einem Pariser Archiv hinterlegt, wo sie unter ungeklärten Umständen bis zu ihrer Entdeckung im Jahr 2000 verblieb. Es ist nicht nur der älteste Film polnischen Ursprungs, sondern er gibt zugleich ein einmaliges filmisches Zeugnis der polnischen Teilung.
Theater Alte Molkerei


15.15 Uhr
Film: “Die Hochzeit – Wesele”

Spielfilm, PL 1973, Länge: 102 Min., deutsche Fassung, Regie: Andrzej Wajda. Mit: Ewa Ziętek, Daniel Olbrychski, Andrzej Łapicki, Wojciech Pszoniak
1973 drehte der Regisseur den Film WESELE/HOCHZEIT nach dem gleichnamigen Theaterstück von Stanislaw Wyspianski. 1901, als der Dichter und Maler Stanisław Wyspiański das Nationaldrama Die Hochzeit verfasst, ist Polen unter den benachbarten Großmächten Preußen, Russland und Österreich aufgeteilt. In Krakau, dem geistigen Zentrum des Landes, wendet sich die neoromantische Gruppe „Junges Polen“ den Traditionen der Landbevölkerung zu. Ein Dichter heiratet die Tochter eines Bauern, und die turbulente Dorfhochzeit vereint alle Klassen und Schichten. „Die Personen der Hochzeit sind Urbilder von Polen, das sind wir selbst…“
Theater Alte Molkerei


15.30 Uhr
Film: „Die Geschichte Polens – Animowana Historia Polski“

Animationsfilm, PL, 2010, Länge: 8 Min., Regie: Tomasz Bagiński
Aus Anlass der Expo 2010 in Shanghai präsentierte sich Polen mit einem herausragenden Animationsfilm und dem ehrgeizigen Anliegen, die tausendjährige polnische Geschichte in nur 8 Minuten faszinierend und anschaulich darzustellen. Angefangen von der Feudalzeit, über die Weltkriege, die Teilung Polens, über Chopin, über den Aufstieg und Niedergang des Kommunismus bis hin zur Einheit Europas ist der Film ein gelungenes Lehrstück und Impuls dafür, mehr über die Geschichte Polens zu erfahren. Der Film wurde als 2D und 3D-Computeranimation hergestellt. Der erst 37jährige Regisseur Bagiński wurde für sein kreatives Schaffen vielfach preisgekrönt, u.a. war er mit seinem Animationsfilm „Die Kathedrale“ 2002 für den Oscar nominiert.
Museum am Modersohn-Haus


16.00 Uhr
Film: „Dagny“

Spielfilm, PL/D/NOR, 1977, Länge: 88 Min, deutsche Fassung. Regie: Haakon Sandøy, Darsteller: Lise Fjeldstad, Daniel Olbrychski, Per Oscarsson
Die Norwegerin Dagny Juel-Przybyszewska (1867–1901) war eine begabte Pianistin und wurde aufgrund ihrer Kurzgeschichten und Dramen als „norwegischer Tschechow” gefeiert. Im Berlin der Jahrhundertwende wurde sie als „Königin der Bohemiens” berühmt, sie führte einen literarischen Salon, war Mitbegründerin der Zeitschrift PAN und „Muse” berühmter Künstler. Zu ihren Freunden zählten August Strindberg und Edvard Munch, dessen Arbeiten sie, wie die von vielen anderen Künstlern, damals beeinflusst haben. 1898 zog das Ehepaar nach Krakau und empfing dort die Kreise der künstlerischen und intellektuellen Elite. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem bekannten polnischen Schriftsteller und Maler Stanislaw Przybyszewski gehörte sie um 1900 zum Kreis der Avantgarde in Berlin und Krakau.
Museum am Modersohn-Haus


16.00 Uhr
Film: Zeitgenössische Kunst in Polen (WH)

Dokumentarfilm über die aktuelle Kunstszene in Polen
Galerie Altes Rathaus


16.30 Uhr
Reihe: Zeitgeschichte Worpswede im Film: „Paula Modersohn-Becker – Geschichte einer Malerin“

Spiel-Dokumentation arte/NDR, D 2007, Länge: 60 Min., Darsteller: Christoph Jacobi, Verena Güntner, Franziska Schubert, Regie: Wilfried Hauke
Zur Worpsweder Künstlerkolonie gehörte auch die früh verstorbene Paula Modersohn-Becker, eine der bedeutendsten Malerinnen der Jahrhundertwende, die wegbereitend für die Moderne in Deutschland wirkte. Nach Tagebuchaufzeichnungen und Briefen erzählt der Film die Lebensgeschichte der Malerin Paula Modersohn-Becker, die stilbildend für den Expressionismus war und bereits 1907 mit nur 31 Jahren starb. In aufwendig inszenierten Spielszenen wird die kurze Lebens- und Schaffenszeit der expressionistischen Malerin an Originalschauplätzen in Worpswede und Paris nachgezeichnet.
Worpsweder Kunsthalle

httpv://www.youtube.com/watch?v=wQOO5xyzTG8


16.45 Uhr
Augenmerk: Künstlergespräche

Künstler und Experten tauschen sich zum Thema des Filmes aus
Galerie Altes Rathaus


17.00 Uhr
Aus der Reihe „Projektor & Pinsel“

Einführung zur Landschaft und Mythologie des Riesengebirges: Mythos Berggeist/ Henryk Waniek, Kunsthistoriker, PL
Music-Hall

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17.20 Uhr
Highlight-Programm: Aus der Reihe „Projektor & Pinsel“: Film „Caspar David Friedrich – Grenzen der Zeit“

Spielfilm, BRD/DDR 1986, Länge: 84 Min, ab 6 Jahren, Regie: Peter Schamoni, Darsteller: Helmut Griem, Sabine Sinjen, Hans-Peter Hallwachs
Caspar David Friedrich, der bedeutendste Maler der Romantik : sein Leben, seine Inspirationen, sein Werk und seine Umwelt, die ihn verkannte, weil er die Grenzen seiner Zeit überschreiten wollte. Caspar David Friedrich gehörte zu jenen Künstlern, die sich besonders bei ihren Wanderungen durch die Natur des Riesengebirges inspirierten, das heute teilweise zu Polen gehört. Der Film erhielt das Prädikat: Besonders wertvoll.
Music-Hall

httpv://www.youtube.com/watch?v=d-38-7_EDm4


17.30 Uhr
Lesung
“1913: Der Sommer des Jahrhunderts”

Bestseller-Lesung des Erfolgsbuches von Kunsthistoriker Florian Illies über das Jahr 1913. Die Geschichte eines ungeheuren Jahres, das ein ganzes Jahrhundert prägte: Florian Illies entfaltet virtuos ein historisches Panorama. 1913: Es ist das eine Jahr, in dem unsere Gegenwart begann. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, darunter ein gewisser Rainer Maria Rilke, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Man kokst, trinkt, ätzt, hasst, schreibt, malt, zieht sich gegenseitig an und stößt sich ab, liebt und verflucht sich. Das „Aroma der Zeit“ habe er ausbreiten wollen, sagt der Autor Illies über sein Buch.
Florian Illies studierte Kunstgeschichte in Bonn und Oxford, er war u.a. Leiter der Berliner Seiten der FAZ und des Feuilletons der ZEIT sowie Mitgründer der Kunstzeitschrift Monopol. Heute ist er Partner des Berliner Auktionshauses »Villa Grisebach«. Seine bislang vier Bücher verkauften sich über 1 Million Mal.
Es liest der Schauspieler Ben Hecker.
Ben Hecker lebt in Lübeck und ist am dortigen Theater ‘ständiger Gast’. Seit einigen Jahren ist der Schauspieler in den erfolgreichen Freilicht-Inszenierungen rund um den Piraten Störtebeker auf der Insel Rügen zu sehen. Er zählt zu den bekannten Hörspiel-und Synchronstimmen Deutschlands. Zum 25-jährigen Jubiläum der Hörspielreihe ‘Die drei Fragezeichen’ trat er als einer der Sprecher vor 12.000 Menschen in der AOL-Arena auf.
Theater Alte Molkerei


18.00 Uhr
Künstler-Utopien

Einführung zum Künstler Heinrich Vogeler
Barkenhoff/Heinrich Vogeler-Museum


18.20 Uhr
Film über Heinrich Vogeler

Dokumentarfilm, „Das wechselvolle Leben des Malers und Glückssuchers Heinrich Vogeler“, DDR, 1980, Länge: 40 Min., Regie: Eduard Schreiber, Rolf Richter
1918 erfolgte Heinrich Vogelers tiefer Bruch mit seinem bisherigen Werk, künstlerisch wie politisch. Für ihn war der Krieg eine Barbarei. Sein Brief an den deutschen Kaiser geriet zum Friedensappell. Darin bat er um Entlassung aus der Armee. Damit wurde er zwar sehr ernst genommen, aber anders als gewollt. Er bekam eine Einweisung zur Untersuchung seines Geisteszustandes. Für Heinrich Vogeler bedeutete diese Zeit eine politisch-weltanschauliche Neuorientierung. Unter dem Einfluss der Russischen Revolution trat er in die kommunistische Partei ein. Doch auch diese sollte ihn später bitter enttäuschen. Die filmischen Künstler-Porträts schildern Vogelers Suche nach Orientierung und sein Schaffen aus den Blickwinkeln zweier Systeme aus Ost und West, DDR und Bundesrepublik.
Barkenhoff/Heinrich Vogeler-Museum


19.00 Uhr
Film über Heinrich Vogeler

Dokumentarfilm „Von Worpswede nach Kasachstan – Der Weg des Malers Heinrich Vogeler“, BRD, 1972, Länge: 48 Min., Regie: Hans Daiber
Der Dokumentarfilm schildert die Persönlichkeit des Malers, Architekten und Gestalters in ihrer schöpferischen Vielfalt und ihrem humanistischem Anliegen. Nur wenige Jahre vor dem DDR-Filmporträt entstanden, bilden beide Filme mt ihrem Blick auf die Künstlerpersönlichkeit Vogelers, seine Visionen und Überzeugungen ein reizvolles Spannungsfeld.
Barkenhoff/Heinrich Vogeler-Museum

20.00 Uhr
Augenmerk: Künstlergespräche

Blickverzerrungen: Künstler und Experten tauschen sich zum Thema des Abends aus
Barkenhoff/Heinrich Vogeler-Museum

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20.00 Uhr
Highlight-Programm: Einführung zu Carl & Gerhart Hauptmann
Der polnische Kunsthistoriker Krzysztof A. Kuczynski gibt einen thematischen Einblick in das Leben der Dichter und Brüder Carl & Gerhart Hauptmann, den Wegbereitern der Künstlerkolonie Schreiberhau im polnischen Riesengebirge.
Music-Hall

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20.20 Uhr
Highlight-Programm: Film-Doppelprogramm: Gerhart Hauptmann „Rebell und Repräsentant“

Dokumentation mit Spielszenen, D, ZDF 2012 , Länge: 45 Min., Regie: Dag Freyer
Gerhart Hauptmann – Der Nobelpreisträger und populärste Autor seiner Zeit blieb bis an sein Lebensende eine durch und durch widersprüchliche Erscheinung. Anlässlich seines 150. Geburtstages zeichnet eine ZDF-Dokumentation das Leben des schillernden Dichters und Dramatikers in einer 45-minütigen Dokumentation nach. Der Film folgt den Spuren Gerhart Hauptmanns durch Kaiserzeit und Weimarer Republik bis zum Ende seines Lebens. Hauptmanns Erlebnisse in Berlin, im schlesischen Agnetendorf und auf der Insel Hiddensee werden durch rares Archivmaterial und vor allem durch hochwertig inszenierte Spielszenen zum Leben erweckt. Zeitzeugen aus dem Familienkreis, Regisseure und Hauptmann-Experten äußern sich zu dem ambivalenten Charakter und erlauben damit einen Blick in das private Leben des berühmten Schriftstellers.
Music-Hall

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20.45 Uhr
Highlight-Programm: „Rilke Projekt live“

Bühnen-Show aus Live-Musik, Poesie und audiovisueller Begleitung, Rezitation mit bekannten Schauspielern“ Die Rezitation bekannter Gedichte von Rainer Maria Rilke verschmilzt mit einem neu komponierten Klangteppich und sphärischer Hintergrund-Projektion zu einer beeindruckenden Bühnen-Show.
Rainer Maria Rilke war einer der großen Lyriker der Zeitenwende vom 19. zum 20. Jahrhundert, gern und oft weilte er in Worpswede. Seine Sprache und seine Themen sind keineswegs überholt, sondern heute wieder und immer noch hochaktuell. In ihren musikalischen „Rilke Projekt live“ verbindet das Komponisten-Duo Schönherz & Fleer auf besonders einfühlsame Weise Schauspieler, Musiker und Instrumentalisten, die ganz im Zeichen der einmaligen Poesie Rilkes neue musikalische Welten erschaffen. – Mal poetisch und intim, mal aufrührerisch und frech, mal sehnsuchtsvoll und schwärmend wird so die Poesie von Rainer Maria Rilke rezitiert und gesungen. Und obwohl Rilke bereits 1926 verstarb, ist man einmal mehr erstaunt über seine zeitlosen Themen – und über die inspirierende Musikalität seiner Texte. “Pop und Poesie treffen in Perfektion aufeinander.” (Welt am Sonntag)
Theater Alte Molkerei

httpv://www.youtube.com/watch?v=oIa5PrWvyNk

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21.15 Uhr
Highlight-Programm: Film-Musik-Event zu „Gerhart Hauptmann“
Film: Die Weber”

Restaurierter Stummfilm mit Orchesterbegleitung, D 1927/2012, Länge: 100 Min., Regie: Friedrich Zelnik, Darsteller: Paul Wegener, Wilhelm Dieterle, Valeska Stock, u.a.
Sozialdrama über den Aufstand der schlesischen Weber 1844 gegen Ausbeutung und Lohnverfall. – „Ein bemerkenswertes Film- und Musikereignis“, urteilt der Deutschlandfunk über die restaurierte Orchesterfassung von „Die Weber. – Friedrich Zelniks Filmversion von Gerhart Hauptmanns Theaterstück „“Die Weber““ gilt als eine der besten Hauptmann-Adaptionen der deutschen Filmgeschichte. Noch heute wirkt der Film, dessen Bildsprache durch Eisenstein und Pudowkin beeinflusst ist, durch seine stimmige visuelle Gestaltung (in Zusammenarbeit mit Georg Grosz) und durch die Mitwirkung exzellenter Schauspieler wie Paul Wegener, Wilhelm Dieterle oder Arthur Krausneck. Zu diesem Klassiker des Weimarer Kinos schrieb Johannes Kalitzke, einer der führenden Dirigenten und Komponisten Neuer Musik, eine Orchestermusik, die im Juni 2012 in ihre Uraufführung erlebte und im August 2012 auf ARTE ihre TV-Premiere hatte. Kalitzke verarbeitet parodistische und genretypische Elemente wie Marsch, Spieluhr oder Arbeiterlied und kombiniert sie virtuos mit elektronischen Klängen gesampelter Töne und Geräusche, die beispielsweise Webmaschinen entstammen. „Parallelen vom Weberaufstand des Jahres 1844 zur Gegenwart – zur Globalisierungs- und Mindestlohndebatte etwa – sind unübersehbar.“ (Josef Nagel, Der Tagesspiegel, 2012).
Music-Hall


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